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Kerstin Borchardt - Malerei/Figuratives
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20.12.2008 bis 01.03.2009
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....unendlich flüchtig
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"Unendlich flüchtig sind die Gefühle und Gedanken zu allem Sichtbaren auf der Suche nach allem Unsichtbaren und allem Unsagbaren.
Torsi und Büsten aus übereinander geleimten Papierschichten, Schalen-Fragmente weiblicher Körper mit gerissenen Kanten sind meine Projektionsflächen und gleichermaßen Seelen-Spiegel auf der Suche nach Identität. Deren äußere Schicht sind „Häute“ aus gefärbtem und mehrfach bedrucktem Seidenpapier in Collage-Technik appliziert. Sich gegenseitig steigernde Farbflecken, aufgerissene Linien und stark vergrößerte Strukturen alter Geldscheine aus aller Welt erinnern an die geheimnisvolle Symbolik der Tattoo-Kunst verschiedener ethnischer Kulturkreise und künden vom Einfluss urgewaltiger Kräfte auf den Menschen. Sie vermögen Faszination und ambivalente Gefühle in mir zu erzeugen, so dass der schmerzvolle Vorgang des Muster-In-Die-Haut-Brennens nachfühlbar wird. Hinter dem „schönen Dekor“ offenbaren die Torsi und Büsten ihre mehrdeutige Natur.Aus mehreren Schichten bestehen auch die meisten meiner zweidimensionalen Arbeiten. Auch sie sind Ergebnis meiner Freude am Experimentieren mit verschiedenen Papieren und künstlerischen Techniken. Das reizvolle Nebeneinander von gebrochenen und reinen Farben soll zum Spiel mit wechselnden Wahrnehmungen und imaginären Welten verführen. Was auf den ersten Blick ungegenständlich scheint, offenbart dem zweiten Blick Mauern und Zäune, Tore und Fenster, bizarre Landschaften, auch Figuren. Diese Vexierbilder ganz eigener Prägung lasse ich häufig auch auf den Seiten diverser Tageszeitungen entstehen. Deren scheinbar sichere Informationen -Zeitungswahrheiten- werden so in Frage gestellt und ihre Inhalte vieldeutig transformiert. Nichts ist sicher zu wissen. Es existieren unendlich viele Parallelitäten. Wir erkennen nur flüchtige Zwischenzeichen."
Kerstin Borchardt
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Unsere Besucherin Christiane Erdmann schickte uns nach der Eröffnung spontan diese Zeilen:
Körper
Körper aus Papier doch lebendig von Künstlerhand doch eigenständig
Körper ohne Kopf doch mit Gesicht ohne Herz doch mit Seele
Körper betrachtet und bewundert
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