Werner Löwe - Biografie
Bußejahn - Weber

Friederike Bußejahn/Peter Weber



14.03.2009 - 08.05.2009

Friederike Bußejahn (Zeichungen)

Als man vor einigen Jahren – Habseligkeiten- zum schönsten Wort des Jahres wählte, hat man wohl die Rechnung ohne Friederike Bußejahn gemacht. So stellt sie dem die – Glückseligkeit- entgegen und thematisiert sie in Bildern von Liebe und Leidenschaft auf ihre Weise, mitunter sehr hintergründig, wieder und wieder. In ihren stimmungsvollen Aquarellen und Zeichnungen zeigt die Künstlerin, dass sie diese Gefühle voller Kontraste sieht, mit der Lust, der Erregung der Verlockung zum einen, mit der Hingabe, Erfüllung und Befriedigung zum anderen. Die Zärtlichkeit der Emotionen gibt dabei den Blättern ebenso das Gepräge, wie das Ungestüme der Handelnden.

Kann denn Liebe Sünde sein…, fragt Zarah Leander in ihrem unvergänglichen Klassiker und Friederike Bußejahn stellt sich in ihren aventure amoureuse in diese Tradition, …wenn man einmal alles vergisst - vor Glück… .

Peter Weber (Keramik)

Auch unser zweiter Teil der Ausstellung überraschte mit Formen, die durchaus nicht unerotisch sind, ja, oft als Sinnbild des Weiblichen verstanden werden können.

Dem Ideal der wohl vollendetesten Form, der Kugel, ist dabei vom Künstler die größte Aufmerksamkeit gewidmet. Als Ganzes, Teil oder als Kugel in der Kugel bietet sich Raum für weitgehende Assoziationen. Und man erinnert sich, wie vielfältig in der Geschichte des menschlichen Denkens der Kugel als Symbol für Leben und Tod, zukünftige Bestimmung und spielerischer Zufall in vielen Alltagsbereichen konkrete Bedeutung zukam und zukommt.

Dass Peter Weber nichts überfrachtet und auf aufgesetzte Ornamentik weitgehend verzichtet, bleibt vor diesem Hintergrund gültig und verleiht dieser Art von Objekten eine großartige und doch angenehme Wirkung; die Nutzung der Farben, die Mutter Erde vorgibt, vermittelt darüberhinaus Vertrautheit, Wohlbefinden und Geborgenheit.