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Katharina Link & Falko Behrendt
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19.02.2011-10.04.2011
Katharina Link/Keramik
Das sind die Fakten: Katharina Link arbeitet als Keramikerin vorzugsweise mit Manganton und Sinterengoben. Die Arbeiten werden auf der Töpferscheibe frei gedreht oder mittels Platten gebaut und bei 1100°C dicht gebrannt. Engobemalereien und Ritzdekor bestimmen die Oberfläche der Vasen, Schalen und Wandkeramiken, deren Formensprache klar und klassischist. Das klingt eher nüchtern, dem aufmerksamen Betrachter wird aber nicht die unauffällige Eleganz entgehen, die Katharina Link hierbei ins Spiel bringt. Sie verführt dazu, sich auf eine Entdeckungsreise in die Mikrowelt der Schauflächen zu machen. Man realisiert eine Phantastik, in der Momente des Realen und des Fiktiven ineinander übergehen zu scheinen, man spürt den Träumereien nach, in denen Szenisches einfließt und man wird einer Dinghaftigkeit, die Erzählerisches anklingen lässt, gewahr. Das hat- bei Keramiken eher ungewöhnlich- eine grafische und malerische Dimension .
Die Objekte der Katharina Link sind von hinreißender Magie und seltener Kultiviertheit. Dies lässt ein Hineinträumen in sie zu einem Erlebnis werden.
Falko Behrendt/Grafik & Zeichnungen
Wenig Geschriebenes setzt so wie ein Märchen die Phantasie des Lesers oder Zuhörers frei. Und wie könnte es auch anders in einem Reich sein, in dem sagenhafte Wesen mit unerhörten Fähigkeiten und merkwürdige, geheimnisvolle Vorgänge die Vorstellungskraft geradezu herausfordern. Solcherlei Geschichten kennt ein jeder, für viele gehören sie zu den schönsten, einprägsamsten Kindheitserinnerungen und manch einer erhält sich seine märchenhafte Liebe ein Leben lang. Falko Behrendt nimmt das für sich in leidenschaftlicher Weise in Anspruch und er lässt seiner Phantasie freien Lauf,um sie schließlich zu Bild werden zu lassen. Dabei interessieren ihn einzelne, einprägsame Szenen genauso, wie die Gesamtheit der Eindrücke oder Stimmungen, die ein Märchen oder eine Geschichte hinterlässt. Nicht selten nimmt er die Hauptakteure der Handlungen und denkt die Dinge in seinem Sinne weiter oder zu Ende.
Das alles wird in Szene gesetzt von einem Grafi ker, der die Grundlagen seines Handwerks von der Pieke auf gelernt hat. Mit jedem Blatt legt Falko Behrendt einmal mehr den Nachweis ab, welchen hohen Reiz eine Radierung als Kunstobjekt in einer Welt der infl ationären Bilderflut hat.
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