Werner Löwe - Biografie
Wittig - Töppe-Zenker

Werner Wittig - Petra Töppe-Zenker



20.09. bis 07.12.2008



Werner Wittig (Zeichungen & Grafik)

Für Werner Wittig ist Holz Grund genug, nun schon seit Jahrzehnten Werk um Werk zu schaffen.

Es ist die Holzmaserung mit ihrer ganz eigenen Schönheit, mit ihrer dichten Linearität , mit ihren kraftvollen Schwüngen, Wendungen und Verformungen, die immer wieder vom Künstler auf der Druckplatte behutsam ergänzt oder pointiert wird, um so Landschaften, Stillleben oder eine Durchdringung von beiden zu schaffen.

Holz mit seiner Herkunft wird dabei wieder und wieder thematisiert. Die Formen der Bäume, ihrer Blätter und Früchte sind häufige Bildelemente, die Assoziationen hervorrufen und an Gedichte, Geschichten und Gleichnisse denken lassen, die viele Generationen von Dichtern und Denkern beschäftigt haben. Die Farben der Bäume, in allen Stadien des Werdens und Vergehens, in allen jahreszeitlichen Nuancen prägen dabei ganz maßgeblich die Kunst des Radebeulers.

Holzrisse sind Werner Wittigs originäre Schöpfungen. In ihnen bilden Material und Anliegen einen spürbaren Zusammenklang in dem Stimmungen einen besonders überzeugenden Ausdruck finden. Mit dieser Art von Grafik gehört Werner Wittig zu den Großen der grafischen Gegenwartskunst.



Ausgesuchte Grafiken von Werner Wittig. Weitere im Bestand.



Petra Töppe-Zenker (Keramik)

Es ist ihre Technik, die aufhorchen lässt. Petra Töppe-Zenker verwendet Ton, dem zum Beispiel Papierfasern beigemengt wurden. Dieses fremde gute Drittel in der Gesamtmasse entwickelt unter ihrer fachkundigen Hand eine Eigendynamik: So kann der nunmehr zähe, elastische Papier-Ton überdehnt werden, ohne seine Stabilität einzubüßen, um gleichzeitig organische Strukturen von bemerkenswerter grafischen Qualität zu hinterlassen.

Es ist ihr Formbewusstsein, das Petra Töppe –Zenker, die Gegebenheiten nutzend und auslotend, aus einem Materialkern von innen nach außen schaffen lässt, um beim Ausbauchen, Auswuchten und Ausformen bis an die Grenze des Möglichen zu gehen.

Es ist schließlich ihre Farbauffassung, die in ihrer Schlichtheit und Zurückhaltung jede Laut- und Grellheit vermeidet und die stolze Wucht der Formen mit einer angenehm wohltuenden Zartheit der Farben vereint. Bei Petra Töppe-Zenker verbindet sich das Wissen um eine Technik mit deren Beherrschung auf selten glückhafte Art. Die Künstlerin arbeitete längere Zeit auf unsere Ausstellung hin, das Ergebnis ist von Rang und einprägsamer Schönheit.



Petra Töppe-Zenker